18.00 Uhr – Lesung mit Claudia Durastanti, La straniera, La nave di Teseo 2019 / Die Fremde, Zsolnay 2021

Zwischen der Basilikata und Brooklyn, von Rom bis London, von der Kindheit bis in die Zukunft vereint La straniera in der Geschichte einer Familie alte und neue Migrationen. Tochter zweier tauber Eltern, die sich gegen das Gefühl der Isolation mit einer Beziehung voll Leidenschaft und Wut stemmen, wandert die Protagonistin noch als kleines Kind von New York in einen kleinen Ort der Basilikata aus, kehrt aber zwischenzeitlich immer wieder dorthin zurück. Sie erlebt eine unstete Kindheit, zerbrechlich und doch fähig, wie eine störrische Pflanze überall Wurzeln zu schlagen. In diesem Buch, zwischen Memoir und Roman, ergründet Claudia Durastanti das Gefühl, immer fremd zu sein, welches sie auch als Erwachsene dazu bringt, neue Migrationswege zu gehen.

Moderation: Elisabetta Cavani

 

 

 

 

Claudia Durastanti (Brooklyn, 1984) ist Schriftstellerin und Übersetzerin. Ihr Debütroman Un giorno verrò a lanciare sassi alla tua finestra (2010) wurde mit dem Mondello-Giovani-Preis ausgezeichnet. 2013 veröffentlichte sie A Chloe, per le ragioni sbagliate und 2016 den Roman Cleopatra va in prigione, welcher derzeit in England und Israel übersetzt wird. Sie hat die italienische Ausgabe von Femmes magnifiques. Cinquanta donne magnifiche che hanno cambiato il mondo (2018) ediert. Ihr neuester Roman La straniera, La nave di Teseo war unter den Finalisten des Premio Strega 2019 und ist 2021 auf Deutsch bei Zsolnay erschienen: Die Fremde (übers. Annette Kopetzky).
Durastanti war Italian Fellow in Literature am American Academy in Rom. Sie schreibt für La Repubblica. Während ihrer Zeit in London gründete sie das FILL – Festival of Italian Literature in London mit.

© Sara Lucas Agutoli