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Liebe Freunde und Freundinnen,
ILfest 2021 ist erfolgreich zu Ende gegangen!

Auf unserer Landkarte sind wir mit Marco Belpoliti von der Poebene gestartet und mit Roberto Camurri zu ihr zurückgekehrt. Wir sind kreuz und quer durch Italien gereist, nicht nur geographisch von den Bergen Friauls bis zu den tyrrenischen Inseln, sondern auch zeitlich: Wir haben mit Giorgio Fontana und mit Claudia Durastanti das 20. Jahrhundert durchzogen, mit Cristina Cassar Scalia waren wir in Catania der ’50er Jahre, und mit Marco Belpoliti sind wir sogar bis zu den Römern und ihrer Einteilung der Poebene zurückgegangen.

Wir sind den von Kriegen und Wirtschaftkrisen verursachten Migrationsbewegungen im Inland und ins Ausland gefolgt, aber auch jenen der jüngeren Generationen, die vielleicht andere Bewegungsgründe haben, auf der Suche nach dem eigenen Platz auf der Welt.

Wir haben gesehen, welche fundamentale Funktion das Übersetzen hat, um die Ideen, die Kultur vergangener Jahrhunderte lebendig zu halten – sie sind das, was aus uns macht, was wir heute sind. Und wir haben gehört, wie die italienische Sprache sich in den letzten 60 Jahren verändert hat.

Unser Dank geht an alle Autoren und Autorinnen, an alle ModeratorInnen und DolmetscherInnen, und an alle, die die Veranstaltungen live verfolgt haben.

Wir bedanken uns beim Italienischen Kulturinstitut München, beim Kulturreferat der Stadt München, beim Lions Club München Mediterraneo und bei AFI-UEB, Associazione dei funzionari des Europäischen Patentamtes, die uns auch diesmal unterstützt haben.
Und Danke, Danke, Danke an alle von Euch, die ILfest durch die Crowdfunding-Kampagne unterstützt haben.

Wir hoffen, dass die Gespräche für Euch interessant waren und es Euch Spaß gemacht hat, dabei zu sein. Schreibt uns Eure Meinung dazu!

Hier könnt Ihr die Gespräche auf Youtube noch mal sehen:
Marco Belpoliti, Pianura, Einaudi
Claudia Durastanti, La straniera, La nave di Teseo
Giorgio Fontana, Prima di noi, Sellerio
La traduzione come sfida intellettuale: Victoria Lorini e Luigi Reitani
Raffaele Alberto Ventura, Radical choc, Einaudi
Cristina Cassar Scalia, Sabbia nera, Einaudi / Schwarzer Sand, Limes  (it/dt)
Conversazione con Vera Gheno sulla lingua italiana (it/dt)
Anna Pavignano, In bilico sul mare, e/o / Ohne Halt ins Blaue, Nonsolo Verlag  (it/dt)
Roberto Camurri, Il nome della madre, NNE / Der Name seiner Mutter, Antje Kunstmann Verlag  (It. mit dt. UT)

Wir sehen uns nächstes Jahr bei ILfest 2022 !

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Liebe Freunde,
worüber reden wir, wenn wir von Vertrauen sprechen?

Am 11.März um 18.00 Uhr reden wir mit Francesco Targhetta, Schriftsteller, Dichter und Lehrer am Gymnasium, über seinen Roman ‚Le vite potenziali‘ und
über Vertrauen in sich selber und in die anderen,
über das Vertrauen zwischen Lehrern und Schülern,
über das Vertrauen des Schriftstellers in seine Worte,
über die fruchtbare Wechselbeziehung zwischen Roman und Dichtung,
über Vertrauen in die Zukunft.

Francesco Targhetta, Jg. 1980, lebt in Treviso. 2009 veröffentlichte er den Gedichtband Fiaschi (ExCogita, soeben wieder verlegt bei Le Lettere), 2012 den Versroman Perciò veniamo bene nelle fotografie, (Isbn, Mondadori 2019), 2018 Le vite potenziali, seinen ersten Roman in Prosa. 2019 war er mit uns in der Pasinger Fabrik.

Das Interview sehen Sie wie immer auf unserem Youtube-Kanal ILfest und auf facebook ILfest, wo Sie auch die früheren Beiträge noch finden, falls Sie sie verpasst haben sollten.

Und was ist für Sie das Gegenteil von ‚fiducioso‘? Schreiben Sie uns!

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Das neue Jahr fängt mit neuen Interviews gut an:

am 14. Januar um 18.00 Giulia Caminito spricht über ihren Roman Un giorno verrà, Bompiani / Ein Tag wird kommen, Wagenbach, übersetzt von Barbara Kleiner.
Im Roman, der Anfang des 20.Jhdts in den Marken spielt, verbinden sich die Geschichte der Bauernfamilie Ceresa und des Nonnenklosters im Dorf Serra dei Conti mit der Geschichte der Anarchisten, des Aufstandes ‚Settimana Rossa‘ von 1914, des Ersten Weltkrieges, der Spanischen Grippe.
Giulia Caminito erzählt auch über historische und sprachliche Fragen, die im Laufe der Übersetzung ins Deutsche aufgekommen sind.

– Am 11. Februar um 18.00 sprechen wir mit Monika Lustig, Übersetzerin und Verlegerin von Edition Converso
Zum 8. Januar 2021, an dem Leonardo Sciascia seinen 100. Geburtstag gefeiert hätte, hat Edition Converso als Hommage den Band Ein Sizilianer von festen Prinzipien herausgebracht, der erstmals in deutscher Übersetzung seine Texte Tod des Inquisitors und Der Mann mit der Sturmmaske vereint, nebst den Essays Klarheit, Vernunft und Häresie von Maike Albath und Ironie – ein sizilianisches Instrument des Überlebens von Santo Piazzese. (Original: Morte dell’Inquisitore ,1964; L’uomo dal passamontagna, aus Cronachette, 1985).
Über den Verlag und ihre Literaturauffassung reden wir mit Monika Lustig.

Die Interviews sehen Sie wie immer auf unseren Youtube-Kanal ILfest und auf facebook ILfest

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Liebe Freunde,
in der neuen Video- und Podcast-Reihe, die ILfest – Italienisches Literaturfestival München von nun an online begleiten wird, werden wir Autor*innen, Übersetzer*innen interviewen, sowie andere Leute, deren Beruf mit der Bücherwelt zu tun hat. Wir werden über Büchern, Leseerfahrungen, Verfilmungen, und weiteres reden. ‚Le parole sono importanti‘, ‚La voce dei traduttori‘, ‚I mestieri del libro‘ lauten einige unserer roten Fäden.
Wir werden hinter die Kulissen unseres Festivals schauen, aber auch andere Literatur- und Kulturfestivals vorstellen, in Italien und im Ausland.

Einen besseren Anfang als mit Marco Balzano und Le parole sono importanti (Einaudi) am 20.August könnte es nicht geben. Ausgehend vom Wort ‚confine/Grenze‘- das etymologisch ein Zusammentreffen deutet, aber im Gebrauch eine Trennung markiert – reden wir mit ihm über Freundschaft, Literatur, das Schreiben …

Am 27. August folgt Francesco Magris, mit dessen Al margine (Bompiani) / Die Grenze (Hanser) wir ILfest 2019 eröffneten. Wir haben ihn gefragt, ob dieses Wort nach diesem Jahr andere Beiklänge bekommen hat.

Und im September interviewen wir die Übersetzerinnen, die den Deutsch-Italienischen Übersetzerpreis 2020 bekommen haben. Am 10 September reden wir mit Verena von Koskull, die den Preis für ihre Übersetzung von Die katholische Schule Edoardo Albinatis bekommen hat. Am 30.September – International Translation Day – unterhalten wir uns mit Friederike Hausmann, Preis für das Lebenswerk/Sachbücher, und Marina Pugliano, Übersetzerin und Vertreterin von der Übersetzergewerkschaft STRADE – Sindacato traduttori editoriali, über die soziale Aspekte des Berufs in Italien und Deutschland ( Honorare, Rente, Aus/Fortbildung, …).

Am 12.Oktober Alberto Prunetti, Autor von 108 metri. The new working class hero (Laterza) spricht mit Carmen Romano, Podcasterin von Crucchi o terroni siamo tutti fannulloni über die Würde der Arbeit.
Und am 21. Oktober reden Emilio Cirri, Redakteur der Comiczeitschrift Lospaziobianco.it, und Davide Schenetti über deutsche Comics und Graphic novel auf Italienisch. In einem weiteren Beitrag werden sie sich dann mit Übersetzungen italienischer fumetti und graphic novels ins Deutsche beschäftigen.

Am 10. Dezember spricht Costanza Jesurum, Psycotherapeutin, mit Cecilia Mussini darüber, welche Rolle Haus, Erzählungen und Literatur für Kinder in Zeiten des Lockdowns haben.
Am 17. Dezember reden wir mit Alessandra Ballesi-Hansen, Verlegerin aus Freiburg, die den Nonsolo Verlag gegründet hat, um dem deutschen Publikum neuere italienische Autoren vorzustellen. Für diese Tätigkeit erhielt sie vor kurzem den Premio nazionale per la traduzione 2020.

Die Interviews sehen Sie auf unseren Youtube-Kanal ILfest und auf facebook ILfest